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Französisches Roulette Spielregeln: La Partage, En Prison & Unterschiede

Spielübersicht

Französisches Roulette gilt als die originale und eleganteste Form des Roulettespiels. Es wird auf einem Tisch mit einem Kessel gespielt, der die Zahlen 0 bis 36 enthält – im Gegensatz zum Amerikanischen Roulette gibt es nur eine Null, was den Hausvorteil deutlich reduziert. Die Besonderheiten des Französischen Roulette sind die Regeln La Partage und En Prison, die bei einem Ergebnis von Null den Hausvorteil bei einfachen Chancen auf nur 1,35 Prozent senken. Das macht Französisches Roulette zur mathematisch vorteilhaftesten Roulette-Variante für den Spieler. Das Spiel wird in Casinos weltweit angeboten und eignet sich für Anfänger ebenso wie für erfahrene Spieler.

Spielmaterial & Vorbereitung

Für Französisches Roulette benötigt man:

  • 1 Roulettekessel: Drehbare Schüssel mit 37 nummerierten Fächern (0–36). Die Zahlen sind abwechselnd rot und schwarz, die Null ist grün.
  • 1 Roulettekugel: Kleine Elfenbein- oder Kunststoffkugel, die in den Kessel geworfen wird.
  • 1 Spieltisch (Tableau): Das Setzfeld mit dem französischen Layout, auf dem die Spieler ihre Einsätze platzieren.
  • Jetons (Chips): Spielmarken in verschiedenen Farben und Werten.

Das französische Tableau unterscheidet sich vom amerikanischen Layout: Die Zahlen sind in drei Kolonnen zu je 12 Zahlen angeordnet, flankiert von den Feldern für die einfachen Chancen. Die Beschriftungen sind traditionell auf Französisch: Manque (1–18), Passe (19–36), Pair (gerade), Impair (ungerade), Rouge (rot), Noir (schwarz). Am oberen Ende befindet sich das Feld für die Null.

Spielablauf

1. Einsätze platzieren

Bevor die Kugel geworfen wird, platzieren die Spieler ihre Jetons auf dem Tableau. Es gibt verschiedene Wettmöglichkeiten, die sich in innere Wetten (auf einzelne Zahlen oder kleine Gruppen) und äußere Wetten (auf größere Gruppen) unterteilen.

Innere Wetten (Intérieur)

  • Plein (Straight Up): Einsatz auf eine einzelne Zahl. Auszahlung 35:1.
  • Cheval (Split): Einsatz auf zwei nebeneinanderliegende Zahlen. Auszahlung 17:1.
  • Transversale Pleine (Street): Einsatz auf eine Dreierreihe. Auszahlung 11:1.
  • Carré (Corner): Einsatz auf vier Zahlen, die ein Quadrat bilden. Auszahlung 8:1.
  • Transversale Simple (Six Line): Einsatz auf zwei nebeneinanderliegende Dreierreihen (6 Zahlen). Auszahlung 5:1.

Äußere Wetten (Extérieur)

  • Colonne (Column): Einsatz auf eine der drei Zahlenkolonnen (je 12 Zahlen). Auszahlung 2:1.
  • Douzaine (Dozen): Einsatz auf ein Dutzend: Première (1–12), Moyenne (13–24), Dernière (25–36). Auszahlung 2:1.
  • Einfache Chancen: Rouge/Noir, Pair/Impair, Manque/Passe. Auszahlung 1:1.

2. Kugel werfen

Der Croupier dreht den Kessel und wirft die Kugel in entgegengesetzter Richtung. Er verkündet: „Rien ne va plus“ (Nichts geht mehr) – ab diesem Moment dürfen keine Einsätze mehr platziert oder verändert werden.

3. Ergebnis und Auszahlung

Die Kugel kommt in einem der 37 Fächer zum Liegen. Der Croupier verkündet die Gewinnzahl, ihre Farbe und ob sie zu Manque oder Passe gehört. Verlierende Einsätze werden eingesammelt, Gewinne ausgezahlt.

La Partage und En Prison – Die Sonderregeln

Diese beiden Regeln machen Französisches Roulette einzigartig und betreffen nur die einfachen Chancen (Rouge/Noir, Pair/Impair, Manque/Passe), wenn die Kugel auf Null fällt:

La Partage (Die Teilung)

Fällt die Null, verliert der Spieler nur die Hälfte seines Einsatzes auf einfache Chancen. Die andere Hälfte wird zurückgegeben. Beispiel: Ein Spieler setzt 20 Euro auf Rot. Die Kugel fällt auf Null. Statt die vollen 20 Euro zu verlieren, erhält der Spieler 10 Euro zurück. Diese Regel senkt den Hausvorteil bei einfachen Chancen von 2,7 Prozent auf nur 1,35 Prozent.

En Prison (Im Gefängnis)

Alternativ zu La Partage bieten manche Casinos die En-Prison-Regel an. Fällt die Null, wird der Einsatz auf einfache Chancen „eingesperrt“ und bleibt für die nächste Runde auf dem Tableau stehen. Gewinnt die ursprüngliche Wette in der nächsten Runde, erhält der Spieler seinen Einsatz zurück (ohne zusätzlichen Gewinn). Verliert sie, ist der Einsatz verloren. Fällt erneut die Null, bleibt der Einsatz ein weiteres Mal im Gefängnis (Double Prison) – oder wird je nach Hausregel zur Hälfte eingezogen.

Unterschiede zum Amerikanischen und Europäischen Roulette

  • Französisch vs. Amerikanisch: Das amerikanische Roulette hat eine zusätzliche Doppelnull (00), was den Hausvorteil auf 5,26 Prozent erhöht. Französisches Roulette hat nur eine Null und mit La Partage/En Prison einen Hausvorteil von nur 1,35 Prozent bei einfachen Chancen.
  • Französisch vs. Europäisch: Europäisches Roulette hat ebenfalls nur eine Null, bietet aber nicht immer die La-Partage- oder En-Prison-Regeln. Das Tableau-Layout ist identisch, die Beschriftung meist englisch statt französisch.
  • Ansagen: Im Französischen Roulette können spezielle Ansagen (Annoncen) gemacht werden, die bestimmte Sektoren des Kessels abdecken, wie Voisins du Zéro, Tiers du Cylindre und Orphelins.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist Französisches Roulette besser als andere Varianten?

Mathematisch gesehen ja. Der Hausvorteil bei einfachen Chancen beträgt nur 1,35 Prozent mit La Partage, verglichen mit 2,7 Prozent beim Europäischen und 5,26 Prozent beim Amerikanischen Roulette. Für den Spieler ist Französisches Roulette die vorteilhafteste Variante.

Was sind Annoncen?

Annoncen sind mündliche Ansagen spezieller Wetten, die Sektoren des Roulettekessels abdecken. Die wichtigsten sind: Voisins du Zéro (die 17 Zahlen rund um die Null im Kessel), Tiers du Cylindre (die 12 Zahlen gegenüber der Null) und Orphelins (die 8 verbleibenden Zahlen). Diese Wetten erfordern mehrere Jetons und decken zusammenhängende Bereiche des Kessels ab.

Gibt es eine Strategie, um beim Roulette zu gewinnen?

Langfristig hat das Casino immer einen mathematischen Vorteil. Kein System kann diesen Vorteil dauerhaft überwinden. Strategien wie Martingale (Verdoppeln nach Verlust), Fibonacci oder D’Alembert können kurzfristig Gewinne erzeugen, führen aber langfristig zum gleichen Erwartungswert. Französisches Roulette mit La Partage minimiert den Hausvorteil und ist daher die vernünftigste Wahl.

Kann man Französisches Roulette online spielen?

Ja, viele seriöse Online-Casinos bieten Französisches Roulette mit La Partage an, auch als Live-Casino-Version mit echtem Croupier per Videoübertragung. Achtet darauf, dass die La-Partage- oder En-Prison-Regel ausdrücklich in den Spielregeln erwähnt wird, da nicht jedes als „Französisch“ bezeichnete Roulette diese Regeln tatsächlich anbietet.

Tipps für Einsteiger

Beginnt mit den einfachen Chancen (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade), da sie die geringsten Verlustrisiken bieten und mit La Partage den niedrigsten Hausvorteil haben. Setzt euch vor dem Spiel ein festes Budget und haltet euch strikt daran. Vermeidet Progressionssysteme wie das Martingale-System, die bei Pechsträhnen zu schnell eskalierende Einsätze erfordern. Achtet darauf, dass am Tisch tatsächlich die La-Partage- oder En-Prison-Regel gilt – fragt im Zweifelsfall den Croupier. Nehmt euch Zeit, die verschiedenen Wettmöglichkeiten zu verstehen, bevor ihr komplexere innere Wetten platziert. Und das Wichtigste: Betrachtet Roulette als Unterhaltung, nicht als Einnahmequelle. Der Hausvorteil sorgt langfristig immer dafür, dass das Casino gewinnt.