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Pokerblätter Reihenfolge: Alle 10 Poker-Hände im Überblick

Royal Flush in Herz auf grünem Pokerfilz unter warmem Licht
Spieler 2–10
Spielzeit 30+ Min
Alter Ab 18 J.
Schwierigkeit Mittel
Ort Indoor
Material: 52 Karten, Pokerchips

Wer Poker spielt, muss genau eine Sache auswendig können: welches Blatt schlägt welches. Die Rangfolge ist bei Texas Hold’em, Omaha und Five Card Draw identisch – ein Vierling bleibt ein Vierling, egal an welchem Tisch. Diese Übersicht zeigt alle zehn Pokerblätter von der stärksten bis zur schwächsten Hand, mit Beispiel und der Wahrscheinlichkeit, das Blatt aus fünf zufälligen Karten zu treffen.

Pokerblätter – die Rangfolge Von der stärksten zur schwächsten Hand · Texas Hold’em & Five Card Draw 1 Royal Flush A-K-D-B-10 in einer Farbe A K D B 10 1 zu 649.740 CHANCE 2 Straight Flush Fünf in Folge, eine Farbe 9 8 7 6 5 1 zu 72.193 CHANCE 3 Vierling Vier Karten gleichen Werts D D D D 7 1 zu 4.165 CHANCE 4 Full House Drilling plus Paar K K K 9 9 1 zu 694 CHANCE 5 Flush Fünf einer Farbe, ungeordnet A B 8 6 3 1 zu 509 CHANCE 6 Straße Fünf in Folge, gemischt 8 7 6 5 4 1 zu 255 CHANCE 7 Drilling Drei Karten gleichen Werts 7 7 7 K 4 1 zu 47 CHANCE 8 Zwei Paare Zwei verschiedene Paare A A 8 8 5 1 zu 21 CHANCE 9 Ein Paar Zwei Karten gleichen Werts 10 10 K 7 3 1 zu 2,4 CHANCE 10 Höchste Karte Keine Kombination A B 9 6 3 fast jede 2. CHANCE Chance = Wahrscheinlichkeit, das Blatt aus 5 zufälligen Karten zu erhalten (52er-Deck, 2.598.960 mögliche Blätter). ludomax.de

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Die Pokerblätter im Detail

1. Royal Flush

Ass, König, Dame, Bube und Zehn in derselben Farbe. Das ist die bestmögliche Hand im Poker und sie lässt sich nicht schlagen, nur teilen. Wie selten sie ist, zeigt die Statistik: Im Schnitt taucht ein Royal Flush einmal in rund 650.000 ausgeteilten Blättern auf. Viele Spieler bekommen ihn ihr Leben lang kein einziges Mal.

2. Straight Flush

Fünf aufeinanderfolgende Karten in einer Farbe, zum Beispiel 9-8-7-6-5 in Pik. Trifft die Folge ganz oben auf, wird daraus der Royal Flush. Bei zwei Straight Flushes gewinnt der mit der höheren Spitzenkarte.

3. Vierling (Four of a Kind)

Vier Karten desselben Werts, etwa vier Damen. Die fünfte Karte – der sogenannte Kicker – entscheidet nur dann, wenn zwei Spieler denselben Vierling halten, was praktisch nur in Spielen mit Gemeinschaftskarten vorkommt.

4. Full House

Ein Drilling plus ein Paar, also drei Könige und zwei Neunen. Stehen sich zwei Full Houses gegenüber, zählt zuerst der höhere Drilling, erst danach das Paar. Drei Könige mit zwei Zweien schlagen damit drei Damen mit zwei Assen.

5. Flush

Fünf Karten einer Farbe, die keine Reihe bilden. Bei einem Vergleich zweier Flushes gewinnt die höchste Karte, danach die zweithöchste und so weiter. Die Farbe selbst spielt beim Poker keine Rolle – Pik ist nicht mehr wert als Herz.

6. Straße (Straight)

Fünf aufeinanderfolgende Karten gemischter Farben, zum Beispiel 8-7-6-5-4. Das Ass darf dabei als höchste Karte (A-K-D-B-10) oder als niedrigste (A-2-3-4-5) gelten. Eine Straße, die „um die Ecke“ läuft, etwa D-K-A-2-3, ist dagegen ungültig.

7. Drilling (Three of a Kind)

Drei Karten gleichen Werts, dazu zwei unpassende Beikarten. In Hold’em wird der Drilling je nach Entstehung „Set“ (zwei eigene Karten plus eine offene) oder „Trips“ (eine eigene plus zwei offene) genannt.

8. Zwei Paare

Zwei unterschiedliche Paare und eine fünfte Karte. Beim Vergleich zählt zunächst das höhere Paar, dann das niedrigere und zuletzt der Kicker. Asse und Achten gegen Asse und Siebenen entscheidet also die kleinere Beikarte.

9. Ein Paar

Zwei Karten desselben Werts. Das ist schon die zweithäufigste Hand überhaupt – fast jedes zweite ausgeteilte Blatt enthält mindestens ein Paar oder etwas Besseres. Entsprechend gewinnt ein einzelnes Paar nur selten einen größeren Pot.

10. Höchste Karte (High Card)

Keine der oberen Kombinationen ist zustande gekommen, es zählt schlicht die höchste Karte. „Ass-hoch“ schlägt „König-hoch“, bei Gleichstand entscheidet die nächste Karte. Gut die Hälfte aller Blätter landet in dieser Kategorie.

Wie wahrscheinlich ist welches Blatt?

Aus einem 52-Karten-Deck lassen sich genau 2.598.960 verschiedene Fünf-Karten-Blätter bilden. Daraus ergeben sich die Chancen in der Grafik: Je seltener eine Hand, desto höher steht sie in der Rangfolge. Das ist kein Zufall, sondern das Grundprinzip jeder Pokervariante – der Wert eines Blatts richtet sich danach, wie schwer es zu treffen ist.

Wichtig für die Praxis: Bei Texas Hold’em und Omaha bildest du deine besten fünf Karten aus eigenen Karten und Gemeinschaftskarten. Die effektiven Chancen, ein bestimmtes Blatt bis zum River zu vervollständigen, weichen deshalb von den reinen Fünf-Karten-Werten ab. Die Rangfolge bleibt aber in jedem Fall dieselbe.

Häufige Stolperfallen

  • Flush schlägt Straße. Das verwechseln Einsteiger oft. Fünf gleiche Farben sind seltener als fünf in Folge – deshalb steht der Flush höher.
  • Farben haben keinen Rang. Anders als bei Skat oder Bridge ist beim Poker kein Symbol mehr wert als ein anderes. Identische Blätter teilen den Pot.
  • Das Ass ist beidseitig. Es kann die Straße nach oben oder nach unten abschließen, aber nicht beides gleichzeitig.
  • Der Kicker entscheidet öfter, als man denkt. Gerade bei einem Paar oder zwei Paaren bringt die unscheinbare fünfte Karte häufig die Entscheidung.

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  <figcaption>Quelle: <a href="https://ludomax.de/spielregeln/pokerblaetter-reihenfolge/">Pokerblätter-Reihenfolge auf ludomax.de</a></figcaption>
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